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Date(s) - 30.10.2026
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Vor 30 oder 40 Jahren hatte Whisky aus den Lowlands irgendwie nicht den besten Ruf. Zu leicht, zu sanft, mitunter wurde das Idiom der “Lowland Ladies” bemüht, weil der Whisky aus den Lowlands ja ach so sanft und zart ist. Echte Männer, wie wir wissen, trinken natürlich kernigen Whisky von Islay oder aus den Highlands. Ha ha. Entsprechend verschoben sich die Geschmackspräferenzen in den 1980ern und 1990ern in diese Richtungen. Als Folge davon mussten einige tolle Brennereien aus den Lowlands ihre Produktion ein- oder umstellen.
Heute ist das Regal voll von Whiskys mit schwerem Fasseinfluss und jeder und sein Nachbar brennt inzwischen getorften Schnaps. Das dumme Gegendere von damals ist auch soweit passé und Frauen hauen sich Laphroaig und Octomore genauso rein wie alle anderen. Wer einen leichten, eleganten Whisky trinken möchte, kann das einfach tun. Oder? Moment mal: die Brennereien sind ja alle dicht. Wer macht denn heute leichten, fruchtigen Whisky?
Da wirds schwierig. Die Entwicklungen auf dem Whiskymarkt der letzten Jahre und Jahrzehnte haben den Lowland-Stil, der immerhin eine Whiskyregion definiert, fast ausgerottet. Zum Glück haben in den letzten zehn Jahren und darüber einige Brennereien in den Lowlands aufgemacht, die sich mehr oder weniger dem Lowland-Stil verschrieben haben. Und einige davon sind hervorragend. Grund genug für eine Reise durch 45 Jahre Lowlands. Alte, seltene Abfüllungen Seit an Seit mit faszinierenden Tropfen der Newcomer:
- Bladnoch 1993 Cadenhead’s 21yo
- Littlemill 1990-2021 TWA
- Rosebank 1981 20yo Rare Malts
- Inverleven 1990
- Holyrood Pitch
- Daftmill 2009-2020
- Lindores Abbey 2018-2023 Single Cask
Wer da nicht Speichelfluss bekommt, hat den Whisky nie geliebt. 69,- EUR pro Person, Maximal 14 Leute.

